
Mandelbaum Verlag, Wien, November 2025 · 156 Seiten · ISBN 978-3-99136-100-8
Ein Jahrzehnt feministischer Bewegungen in Lateinamerika: Für „Revolution der Frauen“ habe ich über 40 Feminist*innen aus Chile, Kolumbien, Brasilien, Peru und Argentinien getroffen. In zehn Kapiteln erzähle ich von Kämpfen gegen Femizide (Ni Una Menos), für das Recht auf Abtreibung, von Schwarzem und Indigenem Feminismus, feministischem Umweltaktivismus, Care-Arbeit und Widerstand gegen den Rechtsruck in der Region. Das Buch ist keine akademische Abhandlung, sondern verbindet meine eigene politische Geschichte in Lateinamerika mit den Stimmen der Frauen, die ich getroffen habe.
Rezensionen und Pressestimmen
- SWR Kultur (Peter B. Schumann): Beschreibt das Buch als eindrucksvollen Erfahrungsbericht, der die feministische Bewegung Lateinamerikas nicht theoretisch, sondern über persönliche Begegnungen erzählt – etwa mit Mapuche-Frauen, für die die Küche ein Ort kollektiven Wissens und Widerstands ist. Rezension lesen
- ila – Das Lateinamerika-Magazin (Werner Rätz): Hebt hervor, wie ich als Journalistin in einem „angenehm lesbaren Stil“ schreibe und dabei meine eigene Position als weiße Europäerin mitreflektiere; bespricht alle zehn Kapitel einzeln und lobt besonders den Blick auf Antirassismus, Care-Arbeit und die feministische Verfassungsgebende Versammlung in Chile. Rezension lesen
- paradox-a: Ordnet das Buch in die Tradition der Ni-una-menos-Bewegung und feministischer Theoriedebatten ein und hebt hervor, wie ich 44 Aktivistinnen zu Wort kommen lasse und damit kollektive statt individuelle Kämpfe sichtbar mache. Rezension lesen
- Lateinamerika Nachrichten (Susanne Brust):, „Von der Macht der Küche und anderen Lektionen“: Beschreibt, wie das Buch zehn Jahre feministischer Bewegungen anhand persönlicher Erzählungen statt akademischer Theorie erzählt. Rezension lesen
- frauen*solidarität (Bernadette Schönangerer): Hebt hervor, wie du deine eigene feministische Geschichte mit Interviews von Aktivistinnen aus Chile, Argentinien und Kolumbien verbindest. Rezension lesen
Auszüge
- WOZ: „Die Macht der Küche“ (Vorabdruck, 13. November 2025): Der Auszug aus dem Buch erzählt, wie ich bei der Mapuche-Frau Susana Huenul im Süden Chiles lerne, dass die Küche nicht nur ein Ort der Unterdrückung, sondern auch ein Ort kollektiven Wissens, politischen Widerstands und feministischer Kraft sein kann. Auszug lesen
- taz: „Solidarität unter Frauen in Südamerika“: Auszug aus einem Kapitel über Frauen in Kolumbien, die nach der Flucht vor bewaffneter Gewalt die „Ciudad de las Mujeres“ (Stadt der Frauen) gründeten und sich von dort aus politisch organisieren. Auszug lesen

Lesereise März 2026



Berlin — Dienstag, 3. März 2026, 20 Uhr, Schwarze Risse Buchladen, Gneisenaustraße 2A. Veranstalter: Mandelbaum Verlag, Schwarze Risse, Lateinamerika Nachrichten, FDCL, Rosa-Luxemburg-Stiftung. Ankündigung lesen
Innsbruck — Mittwoch, 11. März 2026, 19 Uhr, AEP-Frauenbibliothek, Schöpfstraße 19. Veranstalter: Arbeitskreis Emanzipation und Partnerschaft, Südwind Tirol, Frauen aus allen Ländern. Ankündigung lesen
Wien — Montag, 16. März 2026, 19 Uhr, Depot – Kunst und Diskussion, Breite Gasse 3. Gespräch mit Marcela Torres Heredia (Pädagogin, Forscherin, Universität Wien, Mitautorin von „Femi(ni)zide: patriarchale Gewalt bekämpfen“), moderiert von Stefanie Klamuth (Buchhandlung Librería Utopía, Wien). Veranstalter: Depot, Mandelbaum Verlag, Verbrecher Verlag. Ankündigung lesen
Leipzig — Donnerstag, 19. März 2026, 13:15 Uhr, Leipziger Messe, Halle 5 | G500. Gespräch mit taz-Kulturredakteurin Nina Apin. Veranstalter: taz, Mandelbaum Verlag. Ankündigung lesen
Köln — Donnerstag, 26. März 2026, 19:30 Uhr, Allerweltshaus Köln e.V., Geisselstraße 3–5. Veranstalter: Mandelbaum Verlag, Informationsstelle Lateinamerika e.V., Allerweltshaus. Ankündigung lesen
Mein erstes Buch: Revolte in Chile – Aufstand im Musterland des Neoliberalismus
Unrast Verlag, Münster, Oktober 2020 · 176 Seiten · ISBN 978-3-95405-076-5
Im Oktober 2019 gingen in Chile Millionen Menschen auf die Straße. Was mit Protesten gegen eine Fahrpreiserhöhung begann, entwickelte sich innerhalb weniger Tage zur größten sozialen Bewegung seit dem Ende der Militärdiktatur. Die Demonstrierenden stellten nicht nur die Regierung infrage, sondern das gesamte Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell des Landes.
In Revolte in Chile: Aufstand im Musterland des Neoliberalismus zeichne ich die Ursachen und Entwicklungen der Proteste nach und ordne sie in den politischen und historischen Kontext Chiles ein. Das Buch beleuchtet die Forderungen der sozialen Bewegungen, die Rolle von Gewerkschaften, Studierenden und feministischen Gruppen sowie die brutale staatliche Repression.
Gleichzeitig erzählt es von einem Land im Umbruch: von den Hoffnungen auf mehr soziale Gerechtigkeit, von den Debatten über eine neue Verfassung und von den Konflikten, die Chile bis heute prägen. Das Buch ist eine Reportage über einen historischen Moment – und ein Versuch zu verstehen, warum ausgerechnet das lange als wirtschaftliches Vorzeigemodell Lateinamerikas geltende Chile zum Schauplatz einer tiefgreifenden gesellschaftlichen Krise wurde.
